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Hallo

ich bin im Zusammenhang mit den Gallensäuren auf die Krankheit "chologene Diarrhö" gestossen. Wenn jetzt die Gallensäuren durch das Fehlen des terminalen Ileums (nach OP) nicht mehr resorbiert werden können, wie es ja im Normalfall der Fall ist, was ist die Folge und wie wird es behandelt ?

Gleicht der Körper den Verlust problemlos duch erhöhte Nachproduktion aus ?

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Kommentare

Hallo,

vielleicht kann Dir ja das hier etwas helfen:

Chologene Diarrhoe: Erhöhung der Darmschleimhaut-Permeabilität. Häufig aufgrund von Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Kolonkarzinom, Colitis Ulcerosa), oder bei nicht resorbierten Gallensäuren, die ins Kolon gelangen und dort einen erhöhten Einstrom von Elektrolyten bewirken. Auch bei Hyperthyreose vorkommend.

Bei moderatem Gallensäureverlust können Austauscherharze wie Colestyramin die Symptomatik positiv beeinflussen und die Situation beherrschbar gestalten. Jedoch kann die Gabe von Colestyramin bei starker chologener Diarrhö eine Steatorrhö noch weiter verstärken.
In jedem Fall sollten Malabsorptionsfolgen in Form von Hypovitaminosen durch effektive Substitution behandelt werden. Zusätzliche symptomatische Linderung verschafft eine Restriktion der Fettaufnahme und die Einnahme mittelkettiger Fettsäuren (MCT-Formula-Diät).
Grundsätzlich ist ein Gallensäureverlust kausal nur durch Beseitigung der Ursache erfolgreich behandelt werden. Möglich ist dies bei Blindsacksyndromen durch eine chirurgische Revision, bei einem Morbus Crohn mit Ileitis terminalis durch Kontrolle der entzündlichen Aktivität.

Was jedoch bei im speziellen Fall einer Resektion des terminalen Illeums zusätzlich therapeutisch gegen die chologene D. gemacht wird, habe ich im Netz leider auch nicht gefunden.

Liebe Grüße

Marta