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Frage: Wie unterscheide ich zwischen Erkrankung und Charakter?

Bsp.: Ein depressiver Mensch "nutzt" seine Erkrankung, um die Familie für sich "springen" zu lassen. Alle anderen machen nichts richtig.

Wie damit umgehen?

Kommentare

Vorsicht, Wortschwall :-))

Hallo Psiko,

bin leider kein "Psycho" (oder vielleicht doch...?) ;-), deshalb kann ich Dir auch keine Antwort bieten, aber die Frage finde ich sehr interessant.
In abgeschwächter Form erlebe ich das nämlich gerade auch so ähnlich und frage mich, was man als krankheitsbedingt akzeptieren muß und wo man dem Depressiven eine Grenze setzen darf, auch im Sinne der eigenen Gesundheit...

Vielleicht findet sich ja doch noch ein Fachmann / eine Fachfrau in dieser Runde.

Aber vermutlich ist das so individuell verschieden, daß es keine Pauschalantwort gibt. Das "Nicht-Richtig-Machen" kommt wahrscheinlich auch in gesunden Phasen als Vorwurf gegenüber anderen auf, wenn es in depressiven Phasen ein Thema ist und ist dementsprechend sicher zum Großteil Charaktersache. Jemand, der diese Grundhaltung nicht hat, wird auch in einer akuten Depression möglicherweise nicht zu diesem Vorwurf neigen.

Die Frage ist halt, wie man drauf reagiert, wenn man alles stehn und liegen läßt, um einem Betroffenen mal wieder zu helfen und dann zu hören kriegt, daß das ja eigentlich so ganz falsch durchgeführt wurde - während man vorher zu Detailfragen (um eben nichts falsch zu machen) keine vernünftige Antwort bekommen hatte.

kniffelige Sache...