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Routinemäßig kontrolliert wird nur das Blut des Spenders durch eine separate Blutabnahme getestet, die Konserve selbst jedoch nicht. Somit bleibt sie bis zur Verwendung unangetastet. Die Freigabe der Blutkonserven erfolgt erst nach Testung des Spenders.
Antikörper werden von reifen B-Zellen gebildet (reif =aktiviert), diese sind im gefrorenen Zustand absolut inaktiv, daher verändert sich der Antikörpergehalt nicht in der Blutkonserve.

Noch eine Anmerkung: es gibt bei einer HIV-Infektion zwei Stadien (Vereinfacht frühe/späte Phase) in der sich die HI-Viren dahingehend unterscheiden, welche Zellen sie befallen. In der frühen Phase betrifft dies überwiegend sog. Makrophagen, bekannt als Fresszellen, welche sich in den Geweben, jedoch fast gar nicht im Blut aufhalten. Viren, die von diesen Zellen abgegeben werden, können nur sehr schlecht z.B. die T-Zellen befallen, welche überwiegend in Blut und Lymphknoten zu finden sind. Die Konsequenz: bei einer frischen Infektion befinden sich zwar Viren im Blut, die Chance, dass diese bei einer Bluttransfusion den Empfänger infizieren beträgt rund 20% (auch da gibt es unterschiedliche Angaben). Bei HIV gilt immer Alles kann, nichts muss - das macht es manchmal so schwierig.

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