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es gibt ja Medikamente die eine Hyperthyreose noch verstärken können, wie z.B. Aspirin oder sogar in homöopathischen Mitteln, habe ich auch schon eine Anmerkung gefunden.
Wie verhält es sich dann, wenn ein Patient eine Thyreoidektomie hatte und von seinem Arzt mit L-Thyroxin und Thybon so eingestellt ist, dass er sich in einer hyperthyreoten Stoffwechsellage befindet.
Wo setzen dies Medikamente an um noch zu verstärken, im Hypothalamus, Hypophyse oder in der Schilddrüse
Wäre toll wenn mir da jemand weiterhelfen könnte.

Martina

Kommentare

Hallo,
diese künstlichen (zugeführten) Hormone setzen in ihrer Wirkung an den entsprechenden Erfolgsorganen an. Hyperthyreose bedeutet, dass der Patient übermäßig viel dieser Hormone zugeführt bekommen hat, die nunmehr ihre Wirkung entfalten, diesehr vielfältig und unterschiedlich sein können.

buttsche40

Hallo,

Danke für die Antwort...

was mich brennend interessiert ist, ob bei einer durch orale Gabe von Schilddrüsenhormonen hervorgerufenen Hyperthyreose auch die Gefahr entsteht, dass durch Aspirin oder pflanzlichen Medis diese Hyperthyreose verstärkt wird.

viele Grüße

Martina

Hallo nochmals,
die Schilddrüsenhormone sind lipophil und somit schlecht löslich in wässriger Lösung. Eine Löslichkeit erfahren sie durch die Bindung an große Transportmoleküle, von denen es mehrere gibt. Damit verlieren die Hormone aber gleichzeitig ihre biologische Wirksamkeit. Alle diese Transportproteine werden in der Leber gebildet. Man hat nun festgestellt, dass das Medikament Aspirin/ASS/Acetylsalicylsäure inhibitierend auf die Bindung des Thyroxins an das Transportprotein TBPA (Thyroxin bindendes PräAlbumin) wirkt. Dies bedeutet, dass diese freien Hormone im Blut ihre biologische Wirksamkeit entfalten können, sofern es die Leber nicht schafft, einen euthyreotischen Zustand durch die Bildung weiterer Transportproteine herzustellen. Da deine Frage allerdings einen bereits bestehenden hyperthyreotischen Zustand vor der Einnahme von Aspirin beschreibt und in aller Regel die Dosierung des Medikaments gering gehalten wird, erscheint mir eine Verstärkung der Hyperthyreose zwar denkbar und möglich, bei entsprechend geringer Dosierung aber unwahrscheinlich.

Die Verabreichung pflanzlicher Medikamente mit phenolischen Substanzen (Flavonoide beispielsweise) kann dazu führen, dass es zu einer Hemmung der Umwandlung von T4 in T3 kommt. Bedenkt man dabei, dass das T3 die biologisch wirksame Form dieses Schilddrüsenhormons ist, so ist die Wirkung phenolischer Substanzen eher hypothyreotisch. Bei der kombinierten Verabreichung von Schilddrüsenhormonen (in der Regel als L-Thyroxin, was als T4 vorliegt) und phenolischen Substanzen wird es demnach zu einer Konkurrenz kommen, die negativen Einfluss auf die Wirksamkeit des L-Thyroxins hat.

So...schönes Wochenende und viele Grüße

vielen Dank...
das ist super erklärt und eine große Hilfe ;-)
Dankeschön

schönes Wochenende und liebe Grüße

Martina