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Hallo,
ich verstehe leider nicht warum / wie es bei Leberzirrhose zu Ösophagusvarizen kommt.
Kann mir da jemand weiterhelfen?
Vielen Dank im Voraus
nova19

Kommentare

Bei der Leberzirrhose wird das Lebergewebe ja bindegewebig umgebaut, so dass der Blutfluss nicht mehr ausreichend gegeben ist. Gefäße werden komprimiert. Dadurch entsteht in der Pfortader ein erhöhter Druck, dieser Druck setzt sich so weit fort, dass sich das Blut Umgehungen sucht und so entstehen dann unter anderem die Ösophagusvarizen.

Hallöchen!

Ich hatte mir das mal aus Wikipedia und MedizInfo zusammenkopiert und etwas abgewandelt. Dieser schlaue Text ist also größtenteils nicht von mir, aber ich finde, er erklärt es ganz gut :-)

Das Blut der "unpaaren Bauchorgane" (Milz, Magen, Darm und Gallenblase) fließt normalerweise über die Pfortader (Vena portae) zur Leber. Dieses Blut ist sehr nährstoffreich - in der Leber werden diese Nährstoffe verstoffwechselt. Aus der Leber gelangt das Blut dann in die untere Hohlvene und so zum Herz. Ist dieser Blutabfluss eingeschränkt (z. B. durch eine Leberzirrhose, aber auch bei anderen schweren Lebererkrankungen), kann das Blut nicht mehr in ausreichendem Maß über die Leber zum Herzen fließen. Es sucht sich zur Umgehung der "störenden" Leber einen Umweg über andere Venen, z.B. die Venen der Speiseröhre.
Und die können sich dann zu Ösophagusvarizen erweitern, z.B. bei erhöhtem Blutdruck in der Pfortader.

Diese Umgehungskreisläufe nennt man "portokavale Anastomosen" (Verbindungen zwischen Pfortader und oberer und unterer Hohlvene), das Blut fließt dann direkt in die Hohlvenen.

Es gibt mehrere solcher portokavaler Anastomosen: im Rektum, in der Bauchwand, im Magen und in der Speiseröhre. Blutungen aus diesen Varizen können lebensgefährlich sein.

Hoffe, ich konnte helfen. Wer's besser weiß, bitte korrigieren :-)))
Gute Nacht!