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Hallo, an alle Mitlernenden,
ich habe letzte Woche meine mündliche Prüfung in München-Land gemacht und auch auf Anhieb bestanden.
Da ich im Vorfeld wirklich unglaublich viel "Schiss" davor hatte, will ich nun versuchen, mit meinem Gedächtnisprotokoll, Euch Mut zu machen, dass ihr es auch schaffen könnt.

Ich hatte also 2 Beisitzer und einen sehr netten Amtsarzt, der mich prüfte. Die Beisitzer haben die ganze Zeit nur zugehört und ansonsten nichts gesagt.

Das 1. Thema war:
Gesetzeskunde: Welche Gesetze schränken mich als HP ein? Ich habe also einige Gesetze genannt, und auch jeweils kurz erläutert (HPG, IfSG, Arzneimittelgesetz, Betäubungsmittelgesetz, Zahnheilkunde.., Leichenschau, Embryonenschutzgesetz, Röntgenverordnung.... )
IfSG: Was ist hier besonders für den HP wichtig? §§ 6, 7, 24, 34 (jeweils kurz erläutert)
Dann hat mir Amtsarzt ein Bild gezeigt:
Thema: Mumps, Symptome, IZ, Erreger, Übertragungsweg, Wie lange ansteckend? Komplikationen.

2. Thema:
Innere Medizin/Pathophysiologie
Der Amtsarzt hat mir einen Fall vorgelesen und wollte dann wissen, was die Patientin haben könnte, wie ich vorgehe. Es handelte sich um eine Patientin, die hyperventilierte. Ich wusste sofort, dass es sich um Hyperventilation handelt. Pathoph.: respiratorische Alkalose, verstärkte CO2-Abatmung, Kalzium-Bindung etc.,
Wie können Sie der Patientin helfen? Beruhigen, eigene Ausatem-Luft einatmen lassen, Fenster öffnen.
3. Thema:
Was würden Sie machen, wenn die Patientin nicht mehr ansprechbar wäre?
Der Amtsarzt bat mich zur "Puppe" an der Liege.
Dort sollte ich zeigen und erklären: Kontrolle Bewusstsein? (Bewusstseinsstadien)
Kontrolle der Atmung? - Ja: Stabile Seitenlage (musste ich nicht vorführen).
Keine Atmung? Notruf, Wiederbelebung (erläutern: Kompression, Beatmung, Vorgang bis Notarzt kommt)

Dann bat mich der Amtsarzt, nochmal draußen kurz zu warten und schon nach sehr kurzer Zeit durfte ich wieder ins Zimmer kommen. Alle drei haben gratuliert und schon hatte ich meine Prüfung bestanden.

Es lief total super, Im Nachhinein weiß ich zwar, dass auch ich einige Details nicht genannt habe, aber der große Zusammenhang hat gepasst, die wichtigen Schlagworte, die der Amtsarzt hören wollte, sind gefallen, und ich glaube, es ging auch darum, dass er Arzt merkt, dass man das auch verstanden hat, was man so erzählt. Jedenfalls würde ich schon empfehlen, die Gesetze im Überblick wirklich gut zu kennen. Einen besseren Einstieg kann man sich in das Prüfungsgespräch nicht wünschen.

Jetzt wünsche ich allen, die Ihre Prüfung noch vor sich haben, alles Gute, glaubt an Euer Wissen und Eure Fähigkeiten und lasst Euch nicht von "Horrorgeschichten" verrückt machen.
Die Prüfung ist schaffbar!!

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